MEINE GANZ PERSÖNLICHE - PRIVATE FILMGESCHICHTE  

 

Die Erzählungen meines Großvaters aus der Zeit, in der er mit einem „mobilen Filmprojektor“ unterwegs war und die Zuschauer mit den „ersten historischen Filmaufnahmen“ begeisterte, haben mich immer fasziniert. Er berichte von den Reaktionen der Menschen, die damals, oft zum erstmal, mit dem „Medium Film“ und dem Erlebnis „Kino“ in Kontakt kamen. Von ihren Reaktionen, dem Staunen, Unglauben und auch Ängsten, die zu den Anfängen des „Kinozeitalters“ dazu gehörten. 

 

Mein Vater hat mit den ersten „8 mm Filmkameras“, die für die private Nutzung zu erwerben waren, viele Aufnahmen gemacht. Alle für ihn wichtigen Ereignisse wurden gefilmt und auf der Leinwand im Wohnzimmer präsentiert. Auf diese Weise wurde in seinem „Heimkino“ die Familiengeschichte verewigt.

 

Während meines „Kunst und Fotografie“ Studiums an der Wiesbadener Freien Kunstschule (WfK) habe ich mit analogen Kameras fotografiert, die Negative entwickelt und in der „Dunkelkammer des Fotolabors“ die Fotoabzüge erstellt. Eine Zeit, in der man die ersten mobilen Telefone, die wegen ihrer Größe in Koffern getragen wurden, nur belächelte. 

 

In meiner Ausbildung als Kameraassistentin beim Südwestfunk (SWF) / Südwestrundfunk (SWR) lernte ich verschiedenen Filmkameras, das Einlegen der „16 mm Filme“ im „Dunkelsack“, das Messen der „Lichtstärke“ und der „Farbtemperatur“, sowie die Tonaufnahme auf externen Geräten kennen. Nach den Dreharbeiten wurde das entwickelte Filmmaterial am „Schneidetisch“ mechanisch „zerschnitten“ und zu einer finalen Bild- und Szenenfolge wieder „zusammengeklebt“.  Die dazugehörigen „Tonmischungen“ wurde „synchronisiert“. 

 

Bei meinen Einsätzen als Kamerafrau, im Bereich Nachrichten und dokumentarischer Berichterstattung, wurden „elektronische Videokameras mit Kassetten und Magnetbandaufzeichnung“ genutzt, mit dem Vorteil der gleichzeitigen Video- und Tonaufnahme und der damals neuen, wesentlich schnelleren Handhabung. Das Videomaterial konnte „non-linear“ an einem „Computerschnittplatz“ editiert werden.

 

Heute - in der „VIDEO- & FOTOKUNST“ kann ich die Themen, die mich interessieren in eigenen, digitalen Kurzfilmen erzählen. Die Vielfalt der „Werkzeuge“ mit denen Videos und Fotos aufgezeichnet werden umfasst eine Vielzahl von Möglichkeiten. Auch in der Postproduktion, dem Videoschnitt, der Foto- und Videoanimation ist der Bildsprache und der Kreativität meiner Kunst- und Tanzvideos keine Grenzen gesetzt.

 

Was wird die Zukunft bringen? 

 

Die Schnelligkeit im Wechsel der Datenträger wird sich weiter erhöhen und die digitale Bearbeitung von Bildmaterial wird noch vielseitiger werden.

 

Ich bin gespannt was uns die neuen Techniken bringen werden… 

 

Die Herausforderungen sind groß - Visuell ist alles möglich!!!

„Gabi“ Gabriele Kremer, geb. Bialas

 

-  Studium Fotografie an der Wiesbadener Freien Kunstschule (wfk)

-  1991-2005 Kameraassistentin und Kamerafrau beim Südwestfunk / Südwestrundfunk

-  seit 2003 Digitale Bild- und Videobearbeitung 

-  Ausstellungen und Videopräsentationen im Kreis Wesel und Kreis Kleve

 

gabrielekremer@online.de 

 

 

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